EINE UNGEWÖHNLICHE ENTDECKUNGSREISE

Eigentlich hätte Münchens Norden einmal das Schaufenster der Kaiserstadt München werden können. Am Hart: Villen und Paläste. In Harthof: die erlesensten Waren aus aller Welt. In Freimann: Lustgärten! „Hasenbergl“ wäre zum Inbegriff für Eleganz und Luxus geworden, wenn... der Traum von Kurfürst Max Emanuel in Erfüllung gegangen wäre: die Königskrone! Zur zukünftigen Demonstration seiner Macht hatte er einen schnurgeraden Weg von der Jesuitenkirche St. Michael zum Neuen Schloss nach Oberschleißheim anlegen lassen. Doch statt Villen und Paläste entstanden Flüchtlingssiedlungen und Sozialbauten. Statt Lustgärten: Kasernen, Müllberge, Kläranlagen und Fabriken. Statt Überfluss und Luxus bereiten der Mangel an Chancen, Bildung, Gesundheit, Heimat und Hoffnung vielen Menschen Sorgen.
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ÖKUMENISCHER KIRCHENTAG

Aus Anlass des 2. Ökumenischen Kirchentags 2010 in München hat sich ein evangelisch-katholisches Team davon inspirieren lassen. Den Fürstenweg des Kurfürsten durchkreuzt nun ein ökumenischer Weg der Hoffnung. Dieser Weg macht einen Teil des sozialen Netzwerks sichtbar, das dazu beiträgt, den Münchner Norden zu einem lebenswerten Stadtviertel zu machen. Statt um Macht geht es hier um Barmherzigkeit. An sieben Stationen leuchten, künstlerisch eindringlich gestaltet, die biblischen Sieben Werke der Barmherzigkeit auf. Ob zu Fuß oder mit dem Rad, allein oder in der Gruppe, gläubig oder nicht: entdecken Sie München von einer anderen Seite und lassen Sie sich zur Barmherzigkeit (ver)führen!

 
Idee