FREMDE BEHERBERGEN - HEIMAT FINDEN

TÜR AUS MISTELZWEIGEN

Zivkovic. Al Hamdou. Kilic. Die meisten Namen an den Klingelschildern der nahe gelegenen Hauseingänge lassen auf Zuwanderer schließen. Vor 70 Jahren war hier ein Schießplatz der Reichswehr. Vor 60 Jahren kamen Kriegsvertriebene aus den Ostgebieten. In den letzten 20 Jahren sind viele Menschen aus der Türkei und Südosteuropa zugezogen.
Früher ein Übungsgelände für Richtkanoniere. Heute Übungsgelände für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Du stehst vor einem leicht geöffneten Tor: Das Kunstwerk in der Grünfläche neben Sankt Katharina lädt dazu ein, sich für die Integration von Fremden zu öffnen. Die die Ornamente der Tür umrankende Pflanze ist die Mistel - eine Pflanze, die einen Wirt braucht, um zu überleben. Aber die Mistel erdrückt oder schädigt ihren Wirt nicht. Sie bereichert ihn.
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INTEGRATION

Gemeinsam Heimat finden und gestalten ist hier die große Herausforderung. Die Kriegsvertriebenen haben das Stadtviertel und die Kirchengemeinden als ihr neues Zuhause gestaltet. Die Zugezogenen sind oft noch nicht in dieser Weise „angekommen“. Aber zum Beispiel im Kindergarten oder bei der Hausaufgabenbetreuung in Sankt Katharina begegnen sich die Jüngsten aus beiden Milieus. Ein viel versprechender Anfang…! Was kannst Du tun, um Türen zu öffnen und Schwellenängste zu überwinden?
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Station 5: Pfarrei St. Katharina von Siena
Pferggasse 2a
80939 München
StadtBus 171 bis Werner-Egk-Bogen
StadtBus 140 bis Keilberthstrasse/Schule
StadtBus 170 Gustav-Mahler-Straße

Zur nächsten Station (kein MVV):
Rad:
entweder Carl-Orff-Bogen (Radweg) bis Hausnr. 217: Station 6 oder Radweg in nordöstlicher Richtung durch den Park

 
Station-5_1